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Thema des Monats

Moderne Wege in der Krebstherapie

Die Diagnose Krebs ist ein Schicksalsschlag. Betroffene und Angehörige sind häufig überfordert, viele Fragen nach - z.B. Lebenserwartung und Lebensqualität – sind auf einmal aktuell. Damit sich Betroffene nicht hilflos fühlen, arbeiten in spezialisierten onkologischen Zentren viele Experten an der bestmöglichen Betreuung von Krebspatienten und deren Angehörigen. Dabei reicht das Angebot von der Früherkennung bis zur Nachsorge. Einen wesentlichen Baustein der Behandlung leistet das Team der Onkologischen Schwerpunktpraxis.


Die Ärzte und Pflegekräfte sind spezialisiert auf die Behandlung von Tumorerkrankungen mithilfe von Chemotherapie. Dabei ist es dem leitenden Oberarzt Dr. Christoph Löschner wichtig, die negativen Assoziationen, die dieses Wort bei den meisten hervorruft, zu entkräften. „Die Tumortherapie hat sich in den vergangenen 25 Jahren deutlich verändert“ erklärt der Internist. „Nebenwirkungen sind seltener und häufig weniger stark ausgeprägt. Zudem können viele Medikamente heute in Tablettenform oder als Spritze unter die Haut verabreicht werden. Chemotherapie ist nicht mehr gleichbedeutend mit einer Infusion, Haarausfall, Blässe und Schwäche.“

Gleichwohl sind die Räumlichkeiten in der Onkologischen Schwerpunktpraxis für die Behandlung auch mit Infusionen ausgestattet. Die Praxiszimmer sind in warmen Farben gehalten, die Atmosphäre ist ruhig und behaglich, damit sich Krebspatienten während der Therapie gut aufgehoben fühlen. Dies unterstützt auch eine gute Praxisorganisation, die Wartezeiten minimiert. Zudem können akute Beschwerden und starke Nebenwirkungen stationär auf einer interdisziplinären onkologischen Station stationär werden. Meist jedoch bevorzugen Patienten die ambulante Therapie.


Die Betreuung des Praxisteams geht weit über die Verabreichung einer Chemotherapie hinaus. Vielmehr steht der Patient in seiner Gesamtheit im Fokus. So werden neben Begleiterkrankungen auch das soziale Umfeld und die seelische Dimension der Erkrankung berücksichtigt. „Die Zusammenarbeit mit unseren Patienten ist sehr persönlich“, sagt Dr. Christoph Löschner. „Die Gespräche sind das wichtigste an der Behandlung.“ Denn häufig sind die Patienten unheilbar erkrankt, und die Chemotherapie lindert vor allem die Beschwerden. „Wir helfen den Betroffenen und ihren Angehörigen zu verstehen, dass man den Krebs nicht immer heilen kann. Man kann aber mit Krebs leben und lebenswerte Zeit gewinnen.“ Dabei setzt das Praxisteam auf eine umfassende Betreuung der Patienten, z. B. durch eine Ernährungstherapie oder eine psychoonkologische, durch Informationen über begleitende Therapien (Misteltherapie), die Kontaktvermittlung zu Sozialarbeitern oder eine Zweitmeinung.


Im Onko-Team arbeiten ein Arzt, vier Krankenschwestern und zwei Arzthelferinnen für das Wohl der Patienten. Alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind außerordentlich qualifiziert und in beständige Weiterbildungen eingebunden. Zudem verstehen sie es, einfühlsam auf den Patienten und dessen Angehörige einzugehen. Feste Ansprechpartner in der zumeist jahrelangen Betreuung erleichtern es, ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, das für die Krebstherapie von enormer Bedeutung ist.

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