Prostatakrebszentrum Brandenburg-Nordwest Sie sind auf spezielle Krankheitsbilder spezialisiert Sie arbeiten interdisziplinär. Und sie sind klinikübergreifend aufgestellt: In den Kompetenzzentren sorgt die fachbezogene Bündelung von Forschung, Lehre und medizinischer Expertise für höchste Qualität in der Patientenversorgung.
Prostatakrebszentrum Brandenburg-Nordwest

Therapie

Die Therapie kann umfassen:

  • Operationen in überwiegend endoskopischer oder mikrochirurgischer Technik
  • Strahlentherapie (IMRT und LDR-Brachytherapie)
  • medikamentöse Therapie

Im Prostatazentrum Brandenburg-Nordwest finden Sie Spezialisten für alle Fachdisziplinen. Der Verlauf der Therapie, also welche Maßnahmen wann zum Einsatz kommen, wird für jeden Patienten individuell geplant und im Behandlungsteam besprochen.

Gutartige Prostatavergrößerung

Medikamentöse Behandlung

Zunächst erfolgt immer eine medikamentöse Behandlung durch den niedergelassenen Facharzt für Urologie. Wenn die verordneten Medikamente keine Besserung der Beschwerden herbeiführen oder im Laufe der Zeit an Wirkung verlieren, ist zumeist ein operativer Eingriff notwendig.

Operation

Ziel der Operation ist es, das überschüssige Prostatagewebe zu entfernen, um wieder eine normale Blasenentleerung zu ermöglichen. Hierfür kommen ganz überwiegend endoskopische Operationsverfahren zur Anwendung. Goldstandard in der operativen Therapie der gutartigen Prostatavergrößerung ist die Transurethrale Prostataresektion (TUR-P). Hierbei können bis zu 100 g Prostatagewebe nebenwirkungsarm entfernt werden. Insbesondere bei Einnahme blutverdünnender Medikamente (z. B. nach Herzinfarkt, Schlaganfall oder Implantation von Stents) kann das Prostatagewebe mit dem Laser fast blutungsfrei vaporisiert (verdampft) werden. Nur ganz selten ist eine Schnittoperation erforderlich.

Prostatakarzinom

Operation

Prinzipiell stehen für die operative Entfernung eines Prostatakarzinoms, die radikale Prostatektomie, drei Zugangswege zur Verfügung:

  • der Unterbauchschnitt,
  • der Dammschnitt oder
  • die endoskopische Operation („Schlüssellochtechnik“).

Keiner dieser drei Zugangswege konnte bisher seine Überlegenheit gegenüber den jeweils anderen Verfahren nachweisen. Wir bevorzugen als operativen Zugang den Unterbauchschnitt. 

Generell erfolgt der Eingriff in mikrochirurgischer Technik, also mit einem Xenonkopflicht und mit einer Lupenbrille. Dieses Vorgehen stellt eine hervorragende Visualisierung aller op-relevanten Strukturen sicher. In Abhängigkeit von der lokalen Tumorausbreitung, dem PSA-Wert und dem Gleasonscore kann ein nervschonendes Vorgehen mit dem Ziel der Schonung der erektilen Funktion erfolgen. In gleicher Sitzung können die Beckenlymphknoten entfernt werden.

Vor geplanter Strahlentherapie kann bei entsprechender Befundkonstellation die laparoskopische Entfernung die Beckenlymphknoten das Behandlungsergebnis verbessern.

Strahlentherapie

Für die Strahlentherapie des Prostatakarzinoms stehen die perkutane Strahlentherapie und die LDR-Brachytherapie (Seedimplantation) zur Verfügung.

Die perkutane, also „von außen zugeführte“ Strahlentherapie wird als intensitätsmodulierte Strahlentherapie – IMRT – durchgeführt. Bei diesem hoch modernen Verfahren ist eine sehr genaue Eingrenzung hoher Strahlendosen auf das tumortragende Organ möglich. So erreicht man eine hohe strahlentherapeutische Wirkung am Tumor bei gleichzeitiger bestmöglicher Schonung gesunder Nachbarorgane.

Die bei sehr früh entdeckten Prostatakarzinomen anwendbare LDR-Brachytherapie – Seedimplantation – ermöglicht das hochpräzise Einbringen von Strahlenkörperchen direkt in die Prostata in einer einzigen Therapiesitzung. Im Laufe der Zeit geben diese Strahlenkörperchen eine definierte Dosis ab und können so einen Prostatakrebs „von innen“ behandeln.

Medikamentöse Behandlung

Die Hormontherapie kann ein Prostatakarzinom über längere Zeiträume aufhalten, nicht aber heilen. Hauptanwendungsgebiete der Hormontherapie sind metastasierte (in andere Organe streuende) Prostatakrebserkrankungen sowie eine Wirkungsverbesserung der Strahlentherapie. Die Hormontherapie erfolgt fast ausschließlich über den behandelnden niedergelassenen Facharzt für Urologie.

Sollte die Hormontherapie im Laufe der Zeit an Wirkung verlieren, steht die Chemotherapie zur Verfügung. Zur Anwendung kommen die Substanzen Docetaxel und Cabazitaxel. Die Behandlung erfolgt stationär in der urologischen Klinik oder in Zusammenarbeit mit der onkologischen Schwerpunktpraxis unseres Hauses.

Kurzkontakt
Prostatakrebszentrum Brandenburg-Nordwest
Leitung: PD Dr. Steffen Lebentrau